DGUV Regel 113-001: Explosionsschutz-Regeln, 1 Brennbare Gase (2024)

Nr.BeispielMerkmale/Bemerkungen/
Voraussetzungen/HinweiseSchutzmaßnahmen nach TRBS2152Teil2Festlegung der Zonen zur Zündquellenvermeidung nach TRBS2152 Teil 3Schutzmaßnahmen nach TRBS2152 Teil 4(Sp.1)(Sp.2)(Sp.3)(Sp.4)(Sp.5)(Sp.6)1Brennbare
Gase, Dämpfe, Nebel
Handhaben brennbarer Gase1.1Umgebung geschlossener gasführender Apparate, Behälter und Rohrleitungen
- Allgemeines
1.1.1In Räumen

a) Bildung von g.e.A. nicht zu erwarten.

2.4.3.2keine Zonekeine

b) Das Auftreten von g.e.A. ist nur selten und dann auch nur kurzzeitig in der Umgebung von Austrittstellen möglich (z.B. an Probenahmestellen, Entwässerungseinrichtungen, Pumpen, deren technische Dichtheit auf Dauer nicht gewährleistet ist).

b1) Objektabsaugung

2.4.4.4Zone2: Nahbereich in Abhängigkeit von der Freisetzungsrate und der Lüftungkeine

b2) Konstruktion technisch dicht, nur geringe Leckagemöglichkeiten vorhanden.

2.4.3.3Zone2: Nahbereich in Abhängigkeit von der Freisetzungsrate und der Lüftungkeine

c) Das Auftreten von g.e.A. ist gelegentlich möglich z.B. an Umfüllanschlussstellen.

2.4.3.4
2.4.4.3

c1) Gase schwerer als bzw. gleich schwer wie Luft.

Zone1: 1m
Zone2: weitere 3mkeine

c2) Gase leichter als Luft.

Zone1: Nahbereich
Zone2: weitere 2m oberhalb der Austrittstellekeined) wie c)2.4.3.4
2.4.4.2

d1) Gase schwerer als bzw. gleich schwer wie Luft.

Zone1:3m
Zone2: weitere 6mkeine

d2) Gase leichter als Luft, Deckenöffnung ins Freie vorhanden.

Zone1: 1m
Zone2: weitere 3m oberhalb der Austrittstellekeine1.1.2Im Freienwie 1.1.1, aber:
Im Freien kann in Folge von Witterungseinflüssen gegenüber vergleichbaren Situationen in Räumen im Allgemeinen eine Zone mit geringeren Anforderungen festgelegt bzw. die Zonenausdehnung reduziert werden.1.2Fallbeispiele- mögliche praxisnahe Varianten der Umsetzung von Nr.1.1Gasführende Anlagen1.2.1Druckgasflaschen mit Gasenleichter als Luft, z.B. Wasserstoff1.2.1.1In Räumen

a) Zum Zeitpunkt eines Wechsels der Druckgasflasche(n) ist betriebsbedingt von einemkurzzeitigen Gasaustritt an der/nAnschlussstelle/n auszugehen, ansonstenist die Gasanlage technisch dicht ausgeführt.

a1) Ansammlung im Deckenbereich ausgeschlossen, z.B. wirksame Deckenöffnung ins Freie

2.4.3.3
2.4.4.2Zone2: im Nahbereich um die Anschlussstellekeine

a2) Ansammlung im Deckenbereich nicht auszuschließen

2.4.3.3
2.4.4.2Zone2: im Deckenbereich und im Nahbereich um die Anschlussstellekeine

b) Betriebsbedingte Austrittsstelle vorhanden,z.B. Rückströmen aus Rohrleitungen nichtsicher verhindert.

b1) Wirksame technische Lüftung (Raumlüftung)

2.4.3.4
2.4.4.3Zone 1: 0,5 m um die Anschlussstelle
Zone 2: weitere 2 moberhalb der Anschlussstellekeine

b2) Wirksame Deckenöffnung ins Freie

2.4.3.4
2.4.4.2Zone 1: 1 m
Zone 2: weitere 3 moberhalb der Anschlussstellekeine1.2.1.2Im FreienWie 1.2.1.1, aber:
Im Freien kann in Folge von Witterungseinflüssengegenüber vergleichbaren Situationen inRäumen im Allgemeinen eine Zone mit geringeren Anforderungen festgelegt bzw. die Zonenausdehnungreduziert werden.1.2.2Flüssiggas-
flaschen
Zum Zeitpunkt eines Wechsels der Flüssiggasflasche(n) ist betriebsbedingt von einemkurzzeitigen Gasaustritt auszugehen. Wirdnach jedem Flaschenwechsel die Dichtheitvon Verbindungsstellen durch Prüfung nachgewiesen,ist g. e. A. nicht zu erwarten. DieDichtheitsprüfung ist unter Betriebsdruck mitz.B. schaumbildenden Mitteln durchzuführen.
1.2.2.1In Räumen

a) Entnahme aus der Gasphase

DGUV Regel 113-001: Explosionsschutz-Regeln, 1 Brennbare Gase (1)

a1) Einzelne Flasche mit direkt an das Flaschenabsperrventilangeschlossenem Druckregelgerät.

Beim Flaschenwechsel ist mit g. e. A. nicht zu rechnen, wenn die austretende Gasmenge auf das eingeschlossene Volumen zwischen Flaschenventil-Ausgangsbereich und Druckregelgerät-Eingangsbereich begrenzt ist.

Hinweis:
Bei dieser Betrachtung wird vorausgesetzt, dass vor und für den Zeitraum des Flaschenwechsels entweder

  1. 1. zuerst das Flaschenventil geschlossen wird; das im Leitungssystem befindliche Gas wird verbrannt und anschließend wird die zugehörige Absperreinrichtung der Verbrauchseinrichtung geschlossen oder
  2. 2. zuerst die Verbrauchseinrichtung über die zugehörige Absperreinrichtung geschlossen wird; dabei geht das Druckregelgerät in den Schließdruck.

    Anschließend wird das Flaschenventil geschlossen. Die beim Flaschenwechsel zu betrachtende Gasmenge berechnet sich hierbei aus dem Volumen, das zwischen dem geschlossenen Flaschenabsperrventil und dem in der Anlage eingebauten Druckregelgerät* vorhanden ist. Wenn das austretende Gasvolumen zwischen dem geschlossenen Flaschenabsperrventil und dem Druckregelgerät* bei Umgebungsdruck < 0,2 l beträgt, ist nicht mit einer g.e.A. zu rechnen.

    *Druckregelgerät einschließlich vorhandener Sicherheitseinrichtungen wie

    Sicherheitsabsperreinrichtung (SAV) und Leckgassicher-
    heitsabblaseventil (PRV) oder
    Überdrucksicherungseinrichtung (siehe auch § 11 Abs. 4 BGV D34).

  3. 3. Wenn bei Mitteldruckanlagen der Schließdruck nicht erreicht wird, kann beim Flaschenwechsel Gas aus dem Leitungssystem und dem Druckregelgerät-Ausgangsbereich in gefahrdrohender Menge entweichen. Um dies auszuschließen, ist vor dem Flaschenwechsel das Flaschenventil der Flüssiggasflasche zu schließen und das im System befindliche Gas zu verbrauchen (z.B. verbrennen).
2.4.3.4
2.4.3.5
2.4.4.2keine Zone
Jedoch sind betriebsmäßige Zündquellen imNahbereich des Flaschenabsperrventilsbzw. des Druckregelgeräteswährend desFlaschenwechsels zu vermeiden.keine

a2) wie a1), jedoch nicht alle Punkte erfüllt.

2.4.3.3
2.4.4.2Zone 2:
Nahbereich in Abhängigkeitvon der Freisetzungsratekeine

b) Lagern und Bereithalten von Flaschen

Hinweis:
Flaschen sind gegen Umfallen oder Herabfallenzu sichern und stehend zu lagern. DieFlaschenabsperrventile müssen fest verschlossenund mit den vorgesehenenSchutzeinrichtungen versehen sein (z.B.Ventilschutzkappen, gegebenenfalls Verschlussmuttern).

Flaschen sind grundsätzlich nicht in Räumenunter Erdgleiche zu lagern.
Flaschen dürfen höchstens in der gleichenAnzahl an den Stellen bereitgehalten werden,an denen Flaschen zum Entleeren angeschlossensind.

b1) Flasche(n) in ausschließlich ungeöffnetemZustand.
Hinweis:
Bei dieser Betrachtung wird zu Grunde gelegt,dass die Flaschen bzw. die Flaschenabsperrventileim Füllwerk auf Dichtheit geprüft,sachgemäß transportiert werden,keine sichtbaren Mängel aufweisen undnoch nicht zum Entleeren angeschlossenwurden.

2.4.3.3
2.4.3.5keine Zonekeine

b2) Flasche(n) (teil entleerte, leere ungereinigte) mit geschlossenem Flaschenabsperrventil.

Dichtheit durch Prüfung nachgewiesen. DieDichtheitsprüfung des geschlossenen Flaschenabsperrventilsist umgehend nach jedemTrennen von einer Flüssiggasanlagedurchzuführen.

Hinweis:
Entleerte ungereinigte Flaschen enthaltenRestgas. Daher kann bei nicht komplett geschlossenemFlaschenventil Gas austreten.

2.4.3.3
2.4.3.5keine Zonekeine1.2.2.2Im Freien

a) Entnahme aus der Gasphase

a1) wie 1.2.2.1 a1)

2.4.3.4
2.4.3.5keine Zone
Jedoch sind betriebsmäßige Zündquellen imNahbereich des Flaschenabsperrventilsbzw. des Druckregelgeräteswährend desFlaschenwechsels zu vermeiden.keine

a2) wie a1), jedoch nicht alle Punkte erfüllt.

2.4.3.3Zone 2:
Nahbereich in Abhängigkeitvon der Freisetzungsratekeine

a3) Mehrflaschenanlage mit 2 bis 6 Flaschenim Flaschenschrank

2.4.3.3
2.4.4.2Zone 1: Im Innern des Flaschenschranksund Zone 2 inder Umgebung R = 0,5 m umden Flaschenschrank bisOberkante Flaschenschrankkeine
DGUV Regel 113-001: Explosionsschutz-Regeln, 1 Brennbare Gase (2)Hinweis:
Flaschenschränke besitzen je eine Lüftungsöffnungim Boden- und Deckenbereich von1/100 der Grundfläche, mindestens jedoch100 cm².

Eine Mehrflaschenanlage ist eine Anlage,bei der die Gasentnahme aus mehr als einerFlasche gleichzeitig erfolgen kann.

a4) Mehrflaschenanlage mit 2 bis 6 Flaschenohne Flaschenschrank.

2.4.3.3
2.4.4.2Zone 2:
0,5 m um jede Anschlussstelleund kegelförmig bis zum Boden,am Boden R = 1 mkeine
DGUV Regel 113-001: Explosionsschutz-Regeln, 1 Brennbare Gase (3)Hinweis:
Eine Mehrflaschenanlage ist eine Anlage,bei der die Gasentnahme aus mehr als einerFlasche gleichzeitig erfolgen kann.Zone für Mehrflaschenanlage mit 2 bis 6Flaschen siehe obige Abbildungen.

b) Lagern und Bereithalten von Flaschen

b1), b2) wie 1.2.2.1 b1), b2)2.4.3.3
2.4.3.5keine Zonekeine1.2.3Flüssiggaslagerbehälter mit einem Fassungsvermögen < 3 t (ausgenommen Füllanlagen)

Zum Zeitpunkt des Befüllvorganges der Flüssiggas-Lagerbehälter ist anlagenbedingt von einem kurzzeitigen Gasaustritt auszugehen, der sowohl

  • beim Betätigen des Peilventils während des Befüllens (Austritt Gasphase) als auch
  • beim Entspannen des Vollschlauchsystems (konkret: Entspannen der Füllpistole) nach dem Befüllen (Austritt Flüssigphase)

auftritt.

Mit g.e.A. ist grundsätzlich nur durch das nach dem Befüllvorgang durchgeführte Entspannen des Vollschlauchsystems (Füllpistole) zu rechnen. Der Befüllvorgang des Lagerbehälters ist selten. Wegen der Gleichzeitigkeit von g.e.A. und potenziellen Zündquellen (z. B. durch Elektrostatik) sind alle vom Befüllvorgang unmittelbar betroffenen Betriebsmittel und Installationen im Normalbetrieb und bei vorhersehbaren Betriebsstörungen zündquellenfrei.

Hinweis:
Da das Sicherheitsventil auf einen Auslösedruck eingestellt ist, der nur im Brandfall mit Erhitzen des Lagerbehälters auftreten kann, hat es keine Auswirkung auf die Zoneneinteilung. (Anmerkung: das Sicherheitsventil wird regelmäßig auf Dichtheit und Auslösedruck geprüft).

Zusätzlich sind die Anforderungen der Technischen Regeln für Flüssiggas (TRF 2012) des Deutschen Verbandes Flüssiggas (DVFG) an die Aufstellung von Flüssiggas-Lagerbehältern in Verbindung mit den Anforderungen des DVFG-Prüfhandbuches „Flüssiggas- Anlagen“ zu beachten.

1.2.3.1Im Freien

Entnahme aus der Gasphase; Flüssiggas-Lagerbehälter wird wenige Male pro Jahr befüllt.

1.2.3.1.1Oberirdischer und halboberirdischer Flüssiggas- Lagerbehälter

Die am Lagerbehälter zum Befüllvorgang betätigten Armaturen (in der Regel Füllventil und Gasentnahmearmatur mit unter anderem Peilventil) werden nach jedem Befüllen auf Dichtheit geprüft. Die Dichtheit kann mit z. B. schaumbildenden Mitteln geprüft werden.

Zonen siehe nachfolgende Abbildungen:

Oberirdischer Lagerbehälter:

DGUV Regel 113-001: Explosionsschutz-Regeln, 1 Brennbare Gase (4)

Halboberirdischer Lagerbehälter:
DGUV Regel 113-001: Explosionsschutz-Regeln, 1 Brennbare Gase (5)2.4.3.3
2.4.3.5
2.4.4.2Zone 2: 1 m um das Füllventil und kegelförmig bis zum Boden, am Boden R = 3 mkeineHinweise:

a) Durch geeignete Maßnahmen muss sichergestellt sein, dass die Anforderungen für die Zone 2 während der Dauer des Befüllvorganges eingehalten sind. Geeignete Maßnahmen kann die Kontrolle des Zonenbereiches auf Abwesenheit wirksamer Zündquellen sein.

b) Wird die g.e.A. nur während des Befüllvorganges erzeugt und können Freisetzungen zu anderen Zeiten (etwa durch Dichtheitsprüfungen) ausgeschlossen werden, so können potenziell wirksame Zündquellen in der ausgewiesenen Zone nach Einzelprüfung (Gefährdungsbeurteilung) zulässig sein (z. B. Rasen mähen). Bei wiederkehrenden gleichartigen Tätigkeiten mit Auftreten potenziell wirksamer Zündquellen innerhalb des Zonenbereiches (z. B. Rasen mähen) ist die Gefährdungsbeurteilung in der Regel nur vor der erstmaligen Ausführung der Tätigkeit erforderlich.

c) Erstreckt sich die Zone 2 auf Nachbargrundstücke, so ist während des Befüllvorganges der explosionsgefährdete Bereich entweder durch

-bauliche Maßnahmen, z. B. Einschränkung der Freisetzungsausbreitung an maximal zwei Seiten durch etwa öffnungslose, mindestens einseitig verputzte Wände oder

-andere, schwadenhemmende Abtrennungen zu begrenzen oder

-entsprechende vertragliche Nutzungsvereinbarungen mit den Nachbarn zu treffen..

d) Erstreckt sich die Zone 2 auf öffentliche Verkehrsflächen, so ist während des Befüllvorganges der explosionsgefährdete Bereich entweder durch

-bauliche Maßnahmen, z. B. Einschränkung der Freisetzungsausbreitung an maximal zwei Seiten durch etwa öffnungslose, mindestens einseitig verputzte Wände oder

-andere schwadenhemmende Abtrennungen zu begrenzen.

1.2.3.1.2Unterirdischer Flüssiggas-Lagerbehälter

Die am Lagerbehälter zum Befüllvorgang betätigten Armaturen (in der Regel Füllventil und Gasentnahmearmatur mit unter anderem Peilventil) werden nach jedem Befüllen auf Dichtheit geprüft. Die Dichtheit kann mit z. B. schaumbildenden Mitteln geprüft werden.

Zonen siehe nachfolgende Abbildung:

DGUV Regel 113-001: Explosionsschutz-Regeln, 1 Brennbare Gase (6)2.4.3.3
2.4.3.5
2.4.4.2Zone 1: Ganzer Domschacht
Zone 2: Zylinder oberhalb Domschacht mit einer Höhe vom Domschacht H = 1 m und Durchmesser des Domschachts und kegelförmig bis zum Boden, am Boden R = 3 m + D/2 um DomschachtkeineHinweise:

a) Durch geeignete Maßnahmen muss sichergestellt sein, dass die Anforderungen für die Zone 2 während der Dauer des Befüllvorganges eingehalten sind. Geeignete Maßnahmen kann die Kontrolle des Zonenbereiches auf Abwesenheit wirksamer Zündquellen sein.

b) Wird die g.e.A. nur während des Befüllvorganges erzeugt und können Freisetzungen zu anderen Zeiten (etwa durch Dichtheitsprüfungen) ausgeschlossen werden, so können potenziell wirksame Zündquellen in der ausgewiesenen Zone 2 nach Einzelprüfung (Gefährdungsbeurteilung) zulässig sein (z. B. Rasen mähen). Bei wiederkehrenden gleichartigen Tätigkeiten mit Auftreten potenziell wirksamer Zündquellen innerhalb des Zonenbereiches (z. B. Rasen mähen) ist die Gefährdungsbeurteilung in der Regel nur vor der erstmaligen Ausführung der Tätigkeit erforderlich.

c) Erstreckt sich die Zone 2 auf Nachbargrundstücke, so ist während des Befüllvorganges der explosionsgefährdete Bereich entweder durch

-bauliche Maßnahmen, z. B. Einschränkung der Freisetzungsausbreitung an maximal zwei Seiten durch etwa öffnungslose, mindestens einseitig verputzte Wände oder

-andere, schwadenhemmende Abtrennungen zu begrenzen oder

-entsprechende vertragliche Nutzungsvereinbarungen mit den Nachbarn zu treffen.

d) Erstreckt sich die Zone 2 auf öffentliche Verkehrsflächen, so ist während des Befüllvorganges der explosionsgefährdete Bereich entweder durch

-bauliche Maßnahmen, z. B. Einschränkung der Freisetzungsausbreitung an maximal zwei Seiten durch etwa öffnungslose, mindestens einseitig verputzte Wände oder

-andere schwadenhemmende Abtrennungen zu begrenzen.

1.2.4Großtechnische Lagerung und Abfüllung von unter Druck verflüssigten und gelösten Kohlenwasser-
stoffgasen
Verdichtete oder unter Druck verflüssigte Kohlenwasser-
stoffgase, z.B. Propan, Butan, Ethen (Ethylen).
Hinweis:
siehe auch TRBS 314 xKeine Hochdruckanlagen; max. Druckstufe PN 25.1.2.4.1Anlagen und Anlageteile zum Lagern und zum Abfüllen von verdichteten, verflüssigten und unter Druck gelösten Kohlenwassser-
stoffgasen im Freien
Großtechnische Lagerung von Gasen (z.B. in freistehenden Großtanks, "Gaskugeln", erdbedeckten Behältern).
Großtechnische Abfüllung in z.B. Kesselwagen, Tankschiffe, Tankwagen.
Achtung: Wechselwirkung zwischen Anlage und Transportmittel ist zu beachten.1.2.4.1.1Freistehende LagerbehälterHinweis:
Sicherheitsventile, die nur zur Absicherung der Lageranlage im Brandfall vorgesehen sind, haben keine Auswirkung auf die Einteilung der Ex-Zonen. Eine sicherheitstechnische Betrachtung ist durchzuführen.
a) auf Dauer technische dichte Anlagen und Anlagenteile.2.4.3.2keine Zonekeineb) technisch dichte Anlagen und Anlagenteile.

Hinweis:
Die Güte der Dichtungen entspricht deren Rohrklassen und Druckstufen.

b1) Gase leichter als Luft.

2.4.3.3
2.4.4.2Zone 2: kugelförmig mit R = 1 m um die Austrittstelle mit nach oben tangential an die Kugel anschließendem Kegelstumpf mit oben liegender Basisfläche, deren Radius 3 m und deren Abstand h zur Austrittstelle 3 m beträgt (siehe Bild 1).keine

b2) Gase schwerer als Luft.

2.4.3.3
2.4.4.2Zone 2: kugelförmig mit R = 1 m um die Austrittstelle mit nach unten tangential an die Kugel anschließendem Kegelstumpf mit untenliegender Basisfläche, deren Radius 3 m und deren Abstand h zur Austrittstelle 3 m beträgt (siehe Bild 2).keine

b3) Gase gleich schwer wie Luft.

2.4.3.3
2.4.4.2Zone 2: kugelförmig mit Radius 2 m um die Austrittstellekeine

DGUV Regel 113-001: Explosionsschutz-Regeln, 1 Brennbare Gase (7)

DGUV Regel 113-001: Explosionsschutz-Regeln, 1 Brennbare Gase (8)

Bild 1: Gase leichter als Luft

Bild 2: Gase schwerer als Luft

1.2.4.1.2Erdgedeckte LagerbehälterAbgedeckter Domschacht mit Armaturen und MSR-Einrichtungen, jedoch keine Sicherheitsventilabblaseöffnung.a) auf Dauer technisch dichte Anlagen.2.4.3.2keine Zonekeineb) technisch dichte Anlagen und Anlagenteile Bildung von g.e.A. durch den Austritt von geringen Gasmengen durch technisch dichte Ausrüstung möglich. Diese geringen Mengen verbleiben im Domschacht.

Hinweis:
Die Güte der Dichtungen entspricht deren Rohrklassen und Druckstufen.

b1) abgedeckter Domschacht mit Gaswarneinrichtung zur Erkennung von g. e. A. und geeignete Maßnahmen zur Beseitigung von g. e. A.

2.4.3.3
2.5.2 und
z.B. 2.4.4Zone 2: ganzer Domschachtkeine

b2) abgedeckter Domschacht mit geeigneten organisatorischen Maßnahmen zur Erkennung von g. e. A. und geeigneten Maßnahmen zur Beseitigung von g. e. A.


Hinweis:
Die kurzfristige Beseitigung von g.e.A. ist in der Regel nicht möglich.
2.4.3.3Zone 1: ganzer Domschachtkeine

b3) abgedeckter Domschacht.

2.4.3.3Zone 0: ganzer Domschacht

Außerhalb Domschacht keine Zone

keine1.2.4.1.3Großtechnische Füllanlagen im Freien

Zugehörige Ausrüstungen, wie z.B. Pumpen, Rohrleitungen, TSV, Probennahme, siehe entsprechende Abschnitte

Bei den folgenden Beispielen wird die Zoneneinteilung der fest installierten Anlagenteile unter Berücksichtigung des Transportmittels LkW und TkW betrachtet. Das Wirksamwerden des Transportmittels als Zündquelle muss durch organisatorische Maßnahmen ausgeschlossen werden.1.2.4.1.3.1Anschlussstellen (Kupplung zwischen Verladeeinrichtung und Transportmittel mit Doppelblock-
armaturen)

a) Vollschlauchsystem mit Gaspendelung und Entspannung und Spülung des Kupplungsstückes mit Inertgas vor dem Abkuppeln. Beim Abkuppeln der beweglichen Anschlussleitungen entsteht keine g.e.A.

2.4.4.2keine Zonekeine

b) Vollschlauchsystem mit Gaspendelung und Entspannung in ein geschlossenes System. Beim Abkuppeln der beweglichen Anschlussleitungen wird ein Restvolumen entspanntes Gas im Kupplungsstück freigesetzt.

2.4.4.2Zone 1: Nahbereich um das Kupplungsstück (in Verladeposition)keine1.2.4.1.3.2Waagengruben für Kesselwagen- und Straßenfahrzeug-
verladung (Gase schwerer als Luft)
Akkumulation von g.e.A. in der Waagengrube durch Quellen außerhalb, z.B. Füll- und Lageranlage, möglich.

a) keine Akkumulation, g.e.A., Akkumulation wird automatisch erkannt und wirksam beseitigt. Gaswarnanlage hochverfügbar und technische Lüftung hochverfügbar.

2.5.3
2.4.4.3keine Zonekeine

b) G.e.A. wird automatisch erkannt und wirksam beseitigt.

2.5.3
2.4.4.3Zone 2: ganze Waagengrubekeine

c) G.e.A. wird automatisch erkannt und alarmiert; wirksame Maßnahmen zur Beseitigung von g.e.A. werden kurzfristig eingeleitet.

2.5.2Zone 2: ganze Waagengrubekeine

d) eine ausreichende technische Belüftung der Waagengrube erfolgt nur während des Verladevorganges. Diskontinuierlicher Betrieb der Waage.

2.4.4.3Zone 1: ganze Waagengrubekeine1.2.4.2Pumpen für Gase in flüssigem ZustandHinweis:
Nicht unmittelbar zum Pumpenkörper gehörende Anlagenteile sind separat zu bewerten, z.B. Rohrleitungen und Armaturen. Siehe entsprechende Abschnitte.
1.2.4.2.1In Räumen

a) Auf Dauer technisch dichte Pumpen (z.B. magnetgekuppelte Pumpen, Pumpen mit doppelt wirkender Gleitringdichtung und Funktionsüberwachung).

2.4.3.2
2.4.3.5keine Zonekeine

b) Kleine Pumpenräume V < 100 m³, technisch dichte Pumpen (z.B. Pumpen mit einfach wirkender Gleitringdichtung); Bildung von g.e.A. durch Leckagen möglich.

2.4.4.3Zone 2: gRkeine

c) wie b)

2.4.4.2Zone 1: gRkeine1.2.4.2.2Im Freien auf Erdgleiche oder über Erdgleiche

a) Auf Dauer technisch dichte Pumpen (z.B. magnetgekuppelte Pumpen, Pumpen mit doppelt wirkender Gleitringdichtung und Funktionsüberwachung).

2.4.3.2
2.4.3.5keine Zonekeine

b) Technisch dichte Pumpen (z.B. Pumpen mit einfach wirkender Gleitringdichtung); Kühlluftstrom der Motoren gegen die Pumpe gerichtet. Leckagen möglich, aber z. B durch regelmäßige Kontrollen frühzeitig erkannt.

2.4.3.3Zone 2: im Nahbereich der Dichtungkeine

c) wie b) jedoch in Wetterschutz- bzw. Schallschutzeinhausung.

2.4.4.2Zone 1: im Nahbereich der Dichtung
Zone 2: bis 1 m um die DichtungkeineHinweis:
ausreichende, wenn auch eingeschränkte Lüftung gegenüber einer Freianlage. Bei nicht ausreichender Lüftung siehe 1.2.4.2.1 "Pumpen in Räumen".1.2.4.2.3Im Freien unter Erdgleiche

a) auf Dauer technisch dichte Pumpen (z.B. magnetgekuppelte Pumpen, Pumpen mit doppelt wirkender Gleitringdichtung und Funktionsüberwachung).

2.4.3.2
2.4.3.5keine Zonekeine

b) technisch dichte Pumpen in Vertiefungen (Tiefe kleiner als 1/10 der Breite und kleiner als 1,50 m), Kühlluftstrom der Motoren gegen die Pumpe gerichtet. Bildung von g.e.A. durch Leckagen möglich.

2.4.3.3Zone 2: Nahbereich um die Dichtung sowie bis zur Wandung der Vertiefung, maximal 5 m Radius um die Pumpe, 0,5 m Höhe (siehe Bild 3 und Bild 4)keine

c) technisch dichte Pumpe in Gruben.

Zone 1: ganze Grube bis Erdgleiche
Zone 2: Nahbereich horizontal um Grube, bis 0,3 m über Erdgleiche (siehe Bild 3)keine

DGUV Regel 113-001: Explosionsschutz-Regeln, 1 Brennbare Gase (9)

Bild 3: Technisch dichte Pumpen in Vertiefung, Szenario 1

DGUV Regel 113-001: Explosionsschutz-Regeln, 1 Brennbare Gase (10)

Bild 4: Technisch dichte Pumpe in Vertiefung, Szenario 2

DGUV Regel 113-001: Explosionsschutz-Regeln, 1 Brennbare Gase (11)

Bild 5: Technisch dichte Pumpen in Gruben

1.2.4.3VerdichterVerdichter in verfahrenstechnischen Anlagen.
Technisch dichte Verdichter sind für Kohlenwasserstoffe nach TA Luft nur noch für eine Übergangszeit zulässig.

Hinweis:
Angeschlossene Hilfssysteme z.B. Entgasung von Sperrflüssigkeiten, sind in diesem Abschnitt nicht berücksichtigt, sie müssen hinsichtlich der Bildung von g.e.A. zusätzlich betrachtet werden.
Gasverdichteranlagen der öffentlichen Gasversorgung siehe D 2.4.4.2 VGW 497.
1.2.4.3.1In Räumen

a) auf Dauer technisch dichte Verdichter.

2.4.3.2
2.4.4.2keine Zonekeine

b) technisch dicht

b1) technisch dichte Verdichter Aufstellung in Maschinenhalle mit technischer Lüftung
Freisetzung wird automatisch erkannt und g.e.A. wird kurzfristig beseitigt, Zuluft aus explosionsfreiem Bereich.

2.4.3.3
2.4.4.3
2.5Zone 2: im Nahbereich um den Verdichterkeine

b2) technisch dichte Verdichter Aufstellung in Maschinenhalle mit technischer Lüftung.

2.4.3.3
2.4.4.3Zone 2: in der Maschinenhallekeine

b3) technisch dichte Verdichter Aufstellung in Maschinenhalle.

2.4.3.3
2.4.4.2Zone 1: in der MaschinenhallekeineHinweis:
G.e.A. kann nicht kurzfristig beseitigt werden.

c) Verdichten von Gasen mit hohem Wasserstoffanteil; hochgelegene Atmungsöffnungen.

2.4.4.2Zone 2: 3 m horizontal um Austrittstelle, nach oben bis zur Deckekeine1.2.4.3.2Im Freien

a) auf Dauer technisch dichte Verdichter.

2.4.3.2keine Zonekeine

b) technisch dichte

b1) technisch dichte Verdichter für Gase leichter als Luft.

2.4.3.3Zone 2: kugelförmig mit R = 1 m um die Austrittstelle mit nach oben tangential an die Kugel anschließendem Kegelstumpf mit oben liegender Basisfläche, deren Radius 3 m und deren Abstand h zur Austrittstelle 3 m beträgt (siehe Bild 6)keine

b2) technisch dichte Verdichter für Gase schwerer als Luft.

2.4.3.3Zone 2: kugelförmig mit R = 1 m um die Austrittstelle mit nach unten tangential an die Kugel anschließendem Kegelstumpf mit untenliegender Basisfläche, deren R = 3 m und deren Abstand h zur Austrittstelle 3 m beträgt (siehe Bild 7)keine

b3) technisch dichte Verdichter für Gase gleich schwer wie Luft.

2.4.3.3Zone 2: im Abstand von 3 m um die Austrittstellekeine
DGUV Regel 113-001: Explosionsschutz-Regeln, 1 Brennbare Gase (12)

Bild 6: Technisch dichter Verdichter für Gase leichter als Luft


DGUV Regel 113-001: Explosionsschutz-Regeln, 1 Brennbare Gase (13)

Bild 7: Technisch dichter Verdichter für Gase schwerer als Luft

1.2.4.4Verdampfer mit geschlossenem WärmesystemAuf Dauer technisch dichte Verdampfer.2.4.3.2keine Zonekeine1.2.4.5Rohrleitungen und Armaturen für unter Druck verflüssigte und gelöste Kohlenwasser-
stoffgase
Hinweis:
Rohrleitungen und Armaturen sind auch immer in Verbindung mit den angeschlossenen Aggregaten zu betrachten.
1.2.4.5.1In Räumen

a) Rohrleitungen und Armaturen sind auf Dauer technisch dicht.

2.4.3.2
2.4.4.2keine Zonekeine

b) Rohrleitungen und Armaturen sind technisch dicht.

b1) In großen Räumen (V > 100 m³).


Hinweis:
Leckage kann nicht kurzfristig erkannt und beseitigt werden. Die austretenden Mengen führen aber i. d. R. nicht zu g.e.A.
2.4.3.3
2.4.4.2Zone 2: gRkeine

b2) In kleinen Räumen (V < 100 m³).

2.4.3.3
2.4.4.2Zone 1: gRkeineHinweis:
Bei Leckagen kann g.e.A. auftreten, die nicht kurzfristig erkannt und beseitigt werden kann.
1.2.4.5.2Im Freien

a) Rohrleitungen und Armaturen sind auf Dauer technisch dicht.

2.4.3.2keine Zonekeine

b) Rohrleitungen und Armaturen sind technisch dicht.

2.4.3.3Zone 2: im Abstand von 0,2 m x Betriebsüberdruck (in bar); jedoch mind. 0,5 m um die möglichen LeckagestellenkeineHinweis:
g.e.A. kann zwar nicht kurzfristig erkannt werden, eine Akkumulation findet aber nicht statt.
1.2.4.6Vorgesehene Austritts-
möglichkeiten von Gasen in die Atmosphäre im Freien
1.2.4.6.1Probenahmestellen

a) auf Dauer technisch dichte Anlagen.

2.4.3.2keine Zonekeine

b) technisch dichte Anlagen.

2.4.3.3
2.4.4.2Zone 2: kugelförmig im Nahbereich um die Austrittstellekeine1.2.4.6.2Sicherheitsventile zum Schutz gegen thermische Ausdehnung (thermisches Sicherheitsventil - TSV)Seltenes und kurzzeitiges Ansprechen und damit Bildung von g.e.A., möglich, Freisetzung geringer Menge an der Austrittstelle des TSV.2.4.4.2Zone 2: kugelförmig im Nahbereich um die Austrittstellekeine1.2.4.6.3Austrittstellen von Entspannungs- oder Entlüftungs-
leitungen im Freien oberhalb der Erdgleiche

a) Austritt nur kleiner Mengen an Gasen unter ständiger Mitarbeiterkontrolle möglich, gefahrloses Austreten oder Ableiten (z.B. Entspannungs- und Entleerungseinrichtungen von Messsystemen, Ausblaseeinrichtungen von Instrumentenleitungen).

a1) Entspannung in geschlossene Systeme. Bildung von g.e.A. ausgeschlossen.

2.4.4.2keine Zonekeine

a2) Entspannung ins Freie. Bildung von g.e.A. möglich.

2.4.4.2Zone 2: kugelförmig im Nahbereich um die Austrittstellekeine

b) Austritt einer definierten Gasmenge (z.B. Entspannungsleitungen von Doppelblockventilen oder Flüssiggaspumpen u. ä.). Bildung von g.e.A. während der Entspannung. Für diese Fälle sind Einzelfallbetrachtungen erforderlich!

1.2.4.6.4Manuell betätigte System-
entwässerung im Freien
Ablassen von Flüssigkeit unter ständiger Mitarbeiterkontrolle und Aufsicht, Bildung von g.e.A. durch Austritt von Gas möglich.

a) Ableitung in ein geschlossenes System oder eine technische Einrichtung, die die Bildung von g.e.A. verhindert.

2.4.4.2keine Zonekeine

a) Bildung von g.e.A. möglich. Für diese Fälle sind Einzelfallbetrachtungen erforderlich!

1.2.5Abblase- und Entspannungs-
leitungen im Freien
Siehe Punkt 5.14.1.2.6An explosions-
gefährdeten Bereichen angrenzende Räume (z.B. Schaltanlagen, Messwarten, Bedienungsräume, Treppenhäuser) mit Verbindungs-
öffnungen zum explosions-
gefährdeten Bereich
Räume, die keine Apparaturen oder Leitungen mit brennbaren Gasen oder Flüssigkeiten enthalten:

a) Raum mit geringem Überdruck durch Frischluftzufuhr aus ungefährdeten Bereichen.

2.4.4.3keine Zonekeine

b) Raum ist gegen Zone 1 abgedichtet bzw, abgeschleust, gegen Zone 2 geschlossene Fenster und selbstschließende Türen. Lüftung aus ungefährdeten Bereichen.

2.4.4.2keine Zonekeine1.3Inneres von Apparaturen, Behältern und
Rohrleitungen
- Allgemeines

a) Bildung von g.e.A. nicht zu erwarten, auch nicht bei seltenen Störungen oder besonderen Betriebszuständen, weil

a1) die OEG sicher überschritten ist; bei Betriebszuständen, bei denen die OEG unterschritten werden kann (z.B. Erstinbetriebnahme, unkontrollierter Luftzutritt bei der Probenahme) sind zusätzliche Schutzmaßnahmen
(z.B. zusätzlich inertisieren) erforderlich

2.3.2
2.3.3.2keine Zonekeine

a2) verfahrensbedingt die UEG sicher unterschritten ist (z.B.Abgasströme mit geringer Beladung).

2.3.2keine Zonekeine

a3) die Sauerstoffgrenzkonzentration sicher unterschritten ist; bei Betriebszuständen, bei denen die Sauerstoffgrenzkonzentration überschritten werden könnte, sind zusätzliche Schutzmaßnahmen (z.B.vermehrte Einspeisungsrate von Inertgas) erforderlich

2.3.3.2keine Zonekeine

a4) verfahrensbedingt Vakuum mit p 0,1 bar (absolut) vorliegt; Schutzmaßnahmen, z.B.bei An- und Abfahrvorgängen unter Umständen erforderlich

2.3.4keine Zonekeine

b) Das Auftreten von g.e.A. ist normalerweise nicht oder aber nur kurzzeitig möglich:

b1) Aufgrund seltener Störungen oder selten und kurzzeitig auftretender verfahrensbedingter
Betriebszustände kann

Zone 2keine

b1.1) die OEG unterschritten werden.

2.3.2

b1.2) die UEG überschritten werden.

2.3.2

b1.3) Die Sauerstoffgrenzkonzentration überschritten werden.

2.3.3.2

b1.4) der Druck bei Vakuumbetrieb auf 1/10 des zulässigen Behälterdruckes ansteigen (z.B.0,1bar absolut bei 1bar zulässigem Behälterdruck).

2.3.4

b2) wie b1)

Zone 2erforderlich, da betriebsmäßige Zündquellennicht hinreichendvermiedenwerdenkönnen

c) Das Auftreten von g.e.A. ist gelegentlich möglich:


c1) Aufgrund zu erwartender Störungen oder gelegentlich auftretender verfahrensbedingter Betriebszustände kann

Zone 1

keine

c1.1) die OEG unterschritten werden.

2.3.2

c1.2) die UEG überschritten werden.

2.3.2

c1.3) die Sauerstoffgrenzkonzentration überschritten werden.

2.3.3.2

c1.4) der Druck bei Vakuumbetrieb auf 1/10 des zulässigen Behälterdruckes ansteigen (z.B. 0,1bar absolut bei 1bar zulässigem Behälterdruck).

2.3.4

c2) wie c1)

Zone 1
erforderlich, da betriebsmäßige Zündquellennicht hinreichendvermiedenwerdenkönnen

d) G. e. A. tritt ständig, langzeitig oder häufig auf.

d1) Das Gas/Luft-Gemisch liegt zeitlich überwiegend innerhalb der Explosionsgrenzen vor.

keineZone 0keine

d2) wie d1)

keineZone 0erforderlich, da betriebsmäßige Zündquellennicht hinreichendvermiedenwerdenkönnen
DGUV Regel 113-001: Explosionsschutz-Regeln, 1 Brennbare Gase (2024)
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Name: Amb. Frankie Simonis

Birthday: 1998-02-19

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Introduction: My name is Amb. Frankie Simonis, I am a hilarious, enchanting, energetic, cooperative, innocent, cute, joyous person who loves writing and wants to share my knowledge and understanding with you.